Schule ohne Rassismus

Die Schüler_innen der Klasse 6.4 haben zu dem Thema „Unterschiede feiern, Gemeinsamkeiten leben“ Plakate entworfen, und sich dabei für mehr Toleranz und Akzeptanz in unserer Gesellschaft eingesetzt. In unserem Unterricht erarbeiten wir als Klasse gemeinsam, was Diskriminierung bedeutet, wie sie entsteht und welche Formen der Diskriminierung es gibt. Wir wollen uns damit bewusst machen, dass in der Welt ein Ungleichgewicht besteht, gegen das wir vorgehen müssen. Der Hashtag #AllLivesMatter wir in dem Video genannt. Wir sind uns darüber bewusst, dass er nicht unproblematisch ist. Er wurde jedoch von den Schüler_innen mit einem guten Willen eingesetzt. Die Schüler_innen bringen in ihren Plakaten ein Ideal zum Ausdruck, was sie sich für die Zukunft wünschen. Da wir dieses Ideal noch nicht erreicht haben, müssen wir uns jedoch weiterhin dafür einsetzen, Diskriminierung und in diesem Fall Rassismus anzuprangern und zu bekämpfen. Dafür steht #BlackLivesMatter. Der Hashtag zeigt, dass Menschen immer noch täglich aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert werden.

Wir hoffen mit diesem Video eine Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen, die dazu beiträgt, die eigene Haltung zu hinterfragen. Wir wollen uns bewusst darüber werden, welche Slogans, welche Aussagen und welche Gesten dazu betragen, dass Diskriminierung bestehen bleibt.

Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen! #UnterschiedeFeiernGemeinsamkeitenLeben

Das Weltenschreiberprogramm der Robert-Bosch-Stiftung an der KGS Moringen

Das Schuljahr 2020/2021 hält für die Schülerinnen und Schüler der KGS Moringen nun wirklich wenig erfreuliche Bedingungen bereit. Stattdessen bestimmen die Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie den schulischen Alltag. Umso erfreulicher war die Nachricht zu Beginn des Schuljahres, dass eine zehnte Gymnasialklasse an dem Weltenschreiberprogramm der Robert-Bosch-Stiftung wird teilnehmen können. Dieses Literaturvermittlungsprogramm für Kinder und Jugendliche ermöglicht, in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Zentrum in Göttingen, Schreibwerkstätten mit bekannten Autorinnen und Autoren, die im regulären Deutschunterricht stattfinden.

In der Theorie war also angedacht, dass uns über einen Zeitraum von einem Jahr, der Autor Dalibor Marković besucht und in mehreren Werkstattblöcken mit der 10G3 von Frau Hatvani und Herrn Kollar einen neuen Zugang zum literarischen Schreiben entwickelt. Denn die ästhetische Praxis des Literarischen Schreibens hat im klassischen Deutschunterricht bisher keinen festen Platz. Zu oft stehen die analytischen Fähigkeiten an erster Stelle und rückt die kreativ-schaffende Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache in den Hintergrund. Aber was wäre schon Sport ohne die tatsächliche körperliche Bewegung und was Kunst ohne das eigene kreative Schaffen und was wäre somit auch Deutsch ohne das eigene Ausprobieren von ersten schriftstellerischen Ideen. Hierfür begleitet die 10G3 der Slam-Poet Dalibor Marković, der seit vielen Jahren auf deutsch-sprachigen Slam-Bühnen unterwegs ist und sein Publikum mit dem Spaß am Spiel mit der Sprache begeistert.

In der Praxis müssen nun leider viele der Workshops ins Digitale verschoben werden, was alle Beteiligten vor ganz neue Herausforderungen stellt. So musste mal der Autor per Video live in den Unterricht geschaltet werden (siehe Foto) und so mussten ein anderes Mal die Schülerinnen und Schüler ihre literarischen Versuche in Breakout-Sessions vortragen. Aber das Projekt läuft weiter und die Klasse tippt begeistert ihre ersten Texte und lädt sie hoch, damit im Sommer – und diese Hoffnung bleibt zumindest – die ersten eigenen literarischen Texte in der Schule präsentiert und durchs Literarische Zentrum in einer kleinen feinen Anthologie verlegt werden können.

Text von Dirk Kollar (Lehrer für Deutsch, Politik-Wirtschaft und Darstellendes Spiel)

Foto: Dirk Kollar
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