30 Schülerinnen und Schüler der KGS aktiv am 9.11.2025
Am Jahrestag der Novemberpogrome 1938, als die Nazis alle Synagogen niederbrannten, Geschäfte zerstörten, Juden misshandelten und ermordeten, finden in ganz Deutschland Gedenkveranstaltungen statt.
So auch in Northeim.
Seit über 10 Jahren ist auch die KGS Moringen dabei. 30 Schülerinnen und Schüler des 12. und 13. Jahrgangs halfen am 9.11. beim Putzen der Stolpersteine in Northeim.
Stolpersteine erinnern an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen.
In Northeim gibt es 36 Stolpersteine, z.B. auch für Oscar Jacobs und Olga Stern geb. Jacobs, die beide in Moringen geboren wurden.
In Moringen gibt es noch keine, doch das soll sich im nächsten Jahr ändern.
12 der 36 Northeimer Stolpersteine werden von uns geputzt.



Auf der Gedenkfeier am Entenmarkt wurde den jüdischen Opfern gedacht.
Die Schülerinnen des 13. Jahrgangs berichteten dabei von Ihren Erfahrungen, die sich beim Besuch der Gedenkstätte des KZ Auschwitz gemacht haben.
Eine Teilnehmerin sagte: „Mein Blick auf die Welt hat sich durch diese Reise verändert. Ich sehe heute noch klarer, wie gefährlich Hass und Ausgrenzung sind und wie schnell Gleichgültigkeit dazu führen kann, dass Menschen nicht mehr als Menschen gesehen werden. Auschwitz und Birkenau haben mir gezeigt, dass Erinnerung nicht nur Vergangenes betrifft, sondern auch eine Mahnung für die Zukunft ist.“
Die Schülerinnen schlossen ihren Beitrag mit den Worten:
„Wir müssen unsere Stimmen nutzen, um die Erinnerung an die Opfer der Shoah weiterzutragen und dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder geschieht. Über eine Million Menschen wurden in Auschwitz ermordet. Keiner von ihnen hatte die Möglichkeit, seine Stimme zu erheben. Wir müssen ihre Stimmen sein und ihr Andenken lebendig halten.
Margot Friedländer rief uns dazu auf:
„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschehen ist. Aber ihr seid verantwortlich dafür, dass es nicht wieder geschieht. Seid Menschen.“
Wir wollen und müssen in diesem Sinne menschlich sein und bleiben.“




Die HNA berichtet

(Foto: A. Fillinger (1, 4, 5, 6, 7), M. Böhme (2,3))
